Alles was man im Internet macht ist weniger anonym, als man glaubt. Informationen werden in der Regel im Klartext verschickt, und sind von allen Beteiligten einsehbar. Auch wird jeder Zugriff auf eine Webseite vom Betreiber gespichert und ist monatelang dir zuzuordnen. Wer die Anonymität der realen Welt auch im digitalen Raum möchte, muss besondere Vorkehrungen treffen.
Wer nicht möchte, dass Werbeanbieter persönliche Profile über sich erstellen, sollte in seinem Browser Cookies automatisch löschen. Diese ermöglichen Werbeanbietern dich bei einem späteren Besuch auch auf einer anderen Webseite wiederzuerkennen.
Lästige Werbebanner kann man mit Extensions wie AdBlock automatisch entfernen lassen.
Dein Browser und das Betriebssystem deines Rechners speichern aufgerufene Webseiten und geöffnete Dateien. Das ist nicht immer wünschenswert, so möchte man z.B. nicht seine sexuellen Vorlieben Kollegen, Nachbarn, Bekannten oder Eltern unter die Nase reiben. Die Liste der zuletzt aufgerufenen Webseiten und zuletzt geöffneten Dateien kann man automatisch löschen lassen.
Wer Beiträge in einem Web-Forum oder dem Usenet verfasst, sollte bedenken, dass die Beiträge noch Jahrzehnte später mit Suchmaschinen aufzufinden sind. Wenn du nicht möchtest, dass dein Arbeitgeber oder Partner diese Beiträge findet, sollte sie unter einem Pseudonym mit zugehöriger E-Mail-Adresse schreiben, das man bei Bedarf auch wieder ablegen kann.
Diese Seite ist zur Zeit im Aufbau und gibt einen groben Überblick. Vorschläge, Hinweise und Korrekturen nehmen wir sehr gerne entgegen.
Jeder Zugriff von dir auf eine Webseite wird von deren Betreiber gespeichert. Dein Internet-Provider kann die gespeicherte IP-Adresse wieder deinem Namen zuordnen. Wer nicht möchte, dass seine IP-Adresse bei einem Zugriff auf eine Webseite gespeichert wird, sollte Programme wie Tor oder AnON benutzen.
Aktuelle P2P-Programme sind nicht anonym. Tauschbörsen wie eMule und BitTorrent oder 1-Click-Hoster wie RapidShare sind nicht ohne Aufwand zu Anonymisieren.
Um Geschäftsgeheimnisse vor der Konkurrenz zu schützen oder Daten vor neugierigen Blicken der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu schützen muss zusätzliche Maßnahmen treffen. Den Rechner mit einem BIOS-Passwort zu schützen oder seinen Benutzer-Account mit einem Passwort zu versehen reicht nicht aus. Man muss seine Festplatte mit besonderen Programmen wie TrueCrypt oder BestCrypt verschlüsseln.
Wenn man eine Datei im Explorer löscht, dann ist sie ohne größere Probleme von einem versierten Techniker wiederherzustellen, denn im Grund wird sie lediglich versteckt, bis der Platz von einer anderen Datei gebracht wird. Man muss Dateien mit PGP oder BestCrypt Wipe sicher löschen.